Automatisierung

Autonomous Driving Networks

Rechenzentren für Unternehmen werden zu Autonomous Driving Networks. Wie die vollständige Netzwerkautomatisierung gelingen kann.

Huawei IDC Netzwerkautomatisierung

Besonders das Aufkommen des Cloud-Betriebsmodus und der Cloud-nativen Anwendungsarchitektur stellt Unternehmen in Rechenzentrumsnetzwerken vor Herausforderungen.

Der Wettlauf um Innovation hat längst begonnen. In der Cloud-Ära können ältere Rechenzentrumsnetzwerke, die nur Verbindungen und Bandbreite bereitstellen, die von Dienstanwendungen benötigt werden, die Anforderungen nicht erfüllen. Rechenzentrumsnetzwerke befinden sich an einem kritischen Wendepunkt für Veränderungen.

Um den Automatisierungsgrad, die Herausforderungen und die Chancen von Unternehmens-Rechenzentrumsnetzwerken besser zu verstehen, beauftragt Huawei IDC, den aktuellen Status von Rechenzentrumsnetzwerken von 205 Unternehmen in verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Netzwerkskalen zu untersuchen und den Grad der Automatisierung von Rechenzentrumsnetzwerken zu definieren.

Anwendungen als Lebensader

Heutzutage sind Anwendungen und Service-Systeme zur Lebensader von Unternehmen geworden. Ständig entstehen neue Anwendungsanforderungen und Service-Änderungen. Insbesondere das Aufkommen des Cloud-Betriebsmodus und der Cloud-nativen Anwendungsarchitektur stellt Unternehmen in Rechenzentrumsnetzwerken vor große Herausforderungen. Rechenzentrumsnetzwerke müssen Skalierbarkeit und hohe Leistung realisieren und durch umfassende Automatisierung eine höhere Flexibilität erreichen.

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„Unternehmen erkennen zunehmend den Wert der Automatisierung von Rechenzentrumsnetzwerken, einschließlich ihrer Fähigkeit, die Ausfallsicherheit und Kontinuität von Diensten zu erhöhen, da das Rechenzentrumsnetzwerk das digitale Nervensystem zur Unterstützung von Anwendungen und Dienstsystemen bereitstellt“, so Brad Casemore, Research Vice President, Datacenter bei IDC Netzwerke.

Das treibt den Bedarf an Netzwerkautomatisierung an

IDC bat die Befragten, herauszufinden, was ihren Bedarf an Netzwerkautomatisierung für Rechenzentren antreibt. Ganz oben auf der Liste stand die Kontinuität und Ausfallsicherheit von Anwendungen und Unternehmen (zwischen Rechenzentren/Clouds), die von etwa 45 Prozent der Befragten angegeben wurde. Dieses Ergebnis könnte durch die Corona-Pandemie verstärkt worden sein. Zudem gaben 48 Prozent der Befragten an, automatisierte Management-Tools wie Ansible, Puppet, Chef, Salt und Terraform zu verwenden. 19 Prozent führten an, Befehlszeilen/SNMP zu verwenden. Nur 6,3 Prozent der Befragten gaben an, „ein auf Absichten basierendes Netzwerk, ein autonomes Fahrnetz oder ein anderes selbstfahrendes Netzwerk“ zu verwenden.

In Bezug auf die Größe werden Unternehmen mit drei oder mehr Rechenzentren den Weg zur Netzwerkautomatisierung weiter vorantreiben. 72,5 Prozent der Befragten gaben an, Netzwerkautomatisierung bereitgestellt zu haben oder bereitzustellen. IDC fragte außerdem, ob ein vollständig autonomes (fahrendes) Rechenzentrumsnetzwerk ein Ziel für ihre Organisationen sei. Fast 91 Prozent gaben an, dass dies ein Ziel in mehr als zwei Jahren ist.

Der Weg zur vollständigen Netzwerkautomatisierung

IDC und Huawei haben den Netzwerkindex für Rechenzentren entwickelt, um Unternehmen bei der Bestimmung der Automatisierungsphase und der Erreichung einer vollständigen Netzwerkautomatisierung zu unterstützen. In fünf Automatisierungsstufen deckt dieser Index jede Phase von der Nichtautomatisierung bis zur vollständigen Automatisierung ab.

  • Stufe 1: Diese Stufe umfasst hauptsächlich manuelle Operationen und Verwaltung während des gesamten Netzwerklebenszyklus, wobei einige werkzeuggestützte Analysen und Entscheidungen über CLI auf Netzwerkgeräten implementiert werden.
  • Stufe 2: In einigen Szenarien wird eine teilweise Automatisierung eingesetzt, obwohl Standardtools, die die Definition und Analyse von Richtlinien beeinflussen, die Entscheidungsfindung und Durchsetzung manuell bleiben.
  • Stufe 3: Die bedingte Automatisierung wird eingesetzt, wobei das System Empfehlungen und Vorschriften bereitstellt, die manuell implementiert werden.
  • Stufe 4: Das Netzwerk ist weitgehend automatisiert und hoch autonom. Die deklarative (absichtsbasierte) Richtlinie wird dynamisch im geschlossenen Regelkreis implementiert. Der Bediener erhält jedoch häufig ereignisbasierte Warnungen und entscheidet, ob automatisierte Empfehlungen und Vorschriften akzeptiert und zugelassen werden sollen.
  • Stufe 5: Das Netzwerk ist während des gesamten Lebenszyklus vollautomatisiert und selbstfahrend. Es kann Richtlinien anwenden sowie Ereignisse beheben und beheben. Die Betreiber vertrauen darauf, dass das Netzwerk funktionieren und sich an nahezu jedes bekannte Szenario anpassen kann.

Der Index bietet auch einen Messstandard für die autonome Fahrstufe des Rechenzentrumsnetzwerks basierend auf den Anforderungen des Netzwerklebenszyklus.