Rekord

Arianespace plant heuer 14 Raketenstarts

Der europäische Raketenbetreiber Arianespace will 2018 so viele Trägerraketen ins All schicken wie noch nie. Nur ein Amerikaner kann das noch überbieten.

SpaceX Arianespace Airbus Safran Aerospace Märkte Unternehmen

Arianespace könnte 2018 so viele Raketen losschicken wie noch nie.

14 Starts seien geplant, sagte Unternehmenschef Stephane Israël am Dienstag in Paris. Das wäre ein Rekord - bisher liegt die Bestmarke von Arianespace bei zwölf Starts in einem Jahr. Im vergangenen Jahr brachte das Unternehmen mit elf Raketen der Modelle Ariane 5, Vega und Sojus insgesamt 20 Satelliten in den Orbit.

Allerdings zog das amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX bei der Zahl der Starts im vergangenen Jahr an Arianespace vorbei. Die Firma von Tesla-Chef Elon Musk schickte 18 Raketen ins All. SpaceX und andere neue Anbieter haben den Wettbewerb auf dem Markt für den Transport ins All in den vergangenen Jahren erhöht. Europa entwickelt deshalb das Nachfolgermodell Ariane 6, das Fracht billiger befördern soll. Die zum Großteil staatlich finanzierte Weiterentwicklung soll 2020 erstmals abheben.

Arianespace machte 2017 einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, Ergebniszahlen liegen laut Israël noch nicht vor. Der Auftragsbestand hatte Anfang dieses Jahres einen Wert von rund 5 Milliarden Euro - etwas weniger als ein Jahr zuvor (5,2 Milliarden Euro).

White Paper zum Thema

Für die Zeit bis zur völligen Umstellung auf die neue Trägerrakete kündigten Arianespace und Mutterkonzern ArianeGroup am Dienstag die Herstellung von zehn weiteren Ariane-5-Raketen an, die in den Jahren 2020 bis 2022 eingesetzt werden sollen. Der Auftrag habe einen Gesamtwert von mehr als einer Milliarde Euro für die europäische Rüstungsindustrie. Arianespace startet seine Raketen vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana. Der Raketenbauer ArianeGroup ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Luftfahrtkonzerns Airbus und des französischen Triebwerksherstellers Safran. (APA/dpa)