Innovations-Ranking

Apple ist nicht mehr innovativstes Unternehmen der Welt

Die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) hat wieder die 50 innovativsten Unternehmen gerankt. Nach zwölf Jahren wurde Apple vom Thron gestoßen.

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Eine Studie der Boston Consulting Group rankt die 50 weltweit innovativsten Unternehmen. Auf den Plätzen eins, zwei und drei finden sich Google, Amazon und Apple.

Für das jährliche Innovationsranking der Boston Consulting Group (BCG) wurden weltweit über 2.500 Topmanager nach ihrer Wahrnehmung in Sachen Innovation befragt und Innovationskennzahlen der Unternehmen analysiert. Alphabet verwies Amazon und den bisherigen Seriensieger Apple auf die Plätze zwei und drei. Die innovativste deutsche Firma ist der Sportartikelkonzern Adidas auf Rang zehn des Rankings. „Die im Ranking vertretenen Unternehmen zeichnet aus, dass sie über die reine Produktinnovation hinaus denken. Sie haben alle Kundenschnittstellen im Blick und entwickeln rund um ihr Produkt innovative Dienstleistungen, schaffen neue Prozesse und bauen dort, wo es notwendig ist, Partnerökosysteme auf“, sagt BCG-Österreichchef Lukas Haider.  

Deutsche Unternehmen machen Innovationssprung

Viele deutsche Unternehmen konnten sich gegenüber dem Vorjahr im Innovationsranking verbessern. Sie sind mit neun Firmen nach den US-Unternehmen am zweitstärksten in den Top 50 vertreten. So legte Adidas um 25 Plätze zu und auch zwei weitere Konzerne aus Deutschland haben den Sprung in die Top 20 geschafft: Der Chemiekonzern BASF landete auf Rang 12 und der Technologiekonzern Siemens auf Rang 16. Darüber hinaus sind der Chemie- und Pharmakonzern Bayer (24), das Versicherungsunternehmen Allianz (26), der Autohersteller BMW (27), die Softwarefirma SAP (28) sowie die Autobauer Volkswagen (38) und Daimler (47) unter den 50 innovativsten Unternehmen platziert. Dass so viele deutsche Vertreter unter den Top 50 sind bestätigt den Trend der vergangenen Jahre. „Deutsche Unternehmen haben erkannt, wie sie die Daten ihrer weltweit installierten Geräte, Maschinen und Anlagen richtig nutzen können, um im internationalen Wettbewerb nicht nur Schritt zu halten, sondern sogar aufzuholen“, so Haider. „Die Daten sind die Grundlage für die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle.“

Aufholbedarf in der Breite

Ein gespaltenes Bild zeigt sich in Deutschland, wenn es um die Bewertung der eigenen Unternehmen geht: 84 Prozent der befragten deutschen Führungskräfte räumen zwar Innovation eine hohe Bedeutung in ihren Unternehmen ein, doch nur wenige Firmen setzen bisher digitale Innovationsprojekte um. Nur jeweils etwa ein Fünftel der Unternehmen bauen auf Plattformökosysteme, Datenanalyse oder digitales Design. Beim Thema Künstliche Intelligenz sehen sich zwar ein Viertel der Befragten als Vorreiter, doch auch fasst ein Fünftel als Nachzügler. „Die starke Präsenz deutscher Unternehmen in den Top 50 zeigt, dass es immer mehr Unternehmen schaffen, sich zu Innovationsführern zu entwickeln. Gleichzeitig ergibt die Selbsteinschätzung der Unternehmen, dass es in der Breite noch Aufholbedarf hinsichtlich der Innovationskraft gibt“, sagt Florian Grassl, Partner bei BCG und Co-Autor der Studie.

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Partnerschaften in digitalen Ökosystemen als Wettbewerbsvorteil

Die Digitalkonzerne aus den USA machen die Spitzenplätze im Ranking unter sich aus. Hinter Alphabet folgen die US-amerikanischen Konzerne Amazon, Apple und Microsoft. Führende Unternehmen setzen dabei immer stärker auf Partnerschaften. Drei von vier dieser Firmen arbeiten im Innovationsprozess mit Inkubatoren. Mehr als vier Fünftel nutzen Partnerschaften mit der Wissenschaft und anderen Unternehmen. „Innovation entsteht im digitalen Zeitalter immer häufiger durch externe Kooperation“, erklärt Haider. „Die Vorreiter gehen nachhaltige Partnerschaften ein und kreieren Plattformen, bei denen Kunden von einer Kombination unterschiedlicher Fähigkeiten und Positionen profitieren – und einen echten Mehrwert erhalten.“

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