Factory-Veranstaltung

Alles zur 1. Ersatzteiltagung Österreichs

Zwischen neuen Betreibermodellen und gelebter Produktionspraxis: Wo stehen Österreichs Industriebetriebe beim Thema Ersatzteillogistik und welche Herausforderungen gilt es zu meistern? Alle Highlights zur 1. Ersatzteiltagung Österreichs gibt's hier.

Event-Reporter Ersatzteiltagung

Factory veranstaltet gemeinsam mit Fraunhofer Austria Österreichs erste Ersatzteiltagung. Die beiden Veranstalter zeigen am 1. März im Siemens Forum Linz echte Best-Practice-Ansätze zwischen Industrie, Handel und Wissenschaft. Hören und diskutieren Sie mit bei bereits existierenden intelligenten Lösungen und Ansätzen aus unterschiedlichen Branchen. Sowohl aus Beschaffungssicht, als auch dem Blickwinkel der Distribution. Alle Programmhighlights vorab auf einem Blick. 

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© Fraunhofer Austria

Die Veranstalter: Fraunhofer Austria mit Factory

Gemeinsam mit Factory veranstaltet Martin Riester, Logistikmanagement Fraunhofer Austria die erste Ersatzteiltagung Österreichs. Wo er die strategischen Geschäftsfelder sieht und wie er diese bei seinen Kunden bereits umsetzte.

 

Factory: Herr Riester, warum gewinnen für Sie die Themen Ersatzteillogistik und Service so gravierend an Bedeutung?

Riester: Gerade in einem globalen Wettbewerb gelten Ersatzteillogistik und Service als Garant für stabile Produktionsprozesse. Steigende Teilevielfalt, die Vielfalt der Fertigungstechnologien und zunehmende Technisierung (Stichwort: Industrie 4.0) lassen vor allem die Komplexität wachsen. Andererseits eröffnen Weiterentwicklungen – etwa Datenverarbeitung in Echtzeit – gänzlich neue Möglichkeiten. Leider merke ich, dass gerade diesen Potenzialen und Herausforderungen Unternehmen in vielen Fällen derzeit noch nicht die notwendige Aufmerksamkeit zukommen lassen.

 

Deshalb also eine eigene Veranstaltung in Österreich?

Riester: Genau. Gerade österreichische Hersteller können sich durch einen hohen Servicegrad und schnelle Reaktionszeiten von der Konkurrenz differenzieren. Projekte von Fraunhofer Austria zeigen jedoch, dass Ersatzteile und Serviceleistungen in einigen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus derzeit lediglich einen Umsatzanteil von weniger als zehn Prozent ausmachen. Gleichzeitig existieren Unternehmen mit einem Umsatzanteil von Ersatzeilen und Serviceleistungen über 50 Prozent. Es gibt somit noch viel Luft nach oben bei österreichischen Unternehmen.

 

Wo liegt der größte Verbesserungsbedarf bei Österreichs Ersatzteilwirtschaft?

Riester: Noch liegt die effiziente Bewirtschaftung von Ersatzteilen nicht im Fokus von Österreichs Unternehmen. Unsere Erfahrungen zeigen auch hier, dass teilweise Ersatzteilbestände in hohen sechsstelligen Bereichen und nicht selten im Millionenbereich in den Lägern liegen. Gerade bei Beziehern von Ersatzteilen sichert aber ein effizientes Ersatzteilmanagement nicht nur eine geringe Kapitalbindung sondern auch eine höhere Anlagenverfügbarkeit und geringere Verschrottungskosten. Mit der ETT soll daher eine dauerhafte Plattform geschaffen werden, welche die Relevanz dieser Themen betont. Die ETT schließt somit eine derzeitige Lücke in der österreichischen Landschaft der Industriefachveranstaltungen. 

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© Fraunhofer Austria

Die Veranstalter: Fraunhofer Austria mit Factory

Gemeinsam mit Factory veranstaltet Martin Riester, Logistikmanagement Fraunhofer Austria die erste Ersatzteiltagung Österreichs. Wo er die strategischen Geschäftsfelder sieht und wie er diese bei seinen Kunden bereits umsetzte.

 

Factory: Herr Riester, warum gewinnen für Sie die Themen Ersatzteillogistik und Service so gravierend an Bedeutung?

Riester: Gerade in einem globalen Wettbewerb gelten Ersatzteillogistik und Service als Garant für stabile Produktionsprozesse. Steigende Teilevielfalt, die Vielfalt der Fertigungstechnologien und zunehmende Technisierung (Stichwort: Industrie 4.0) lassen vor allem die Komplexität wachsen. Andererseits eröffnen Weiterentwicklungen – etwa Datenverarbeitung in Echtzeit – gänzlich neue Möglichkeiten. Leider merke ich, dass gerade diesen Potenzialen und Herausforderungen Unternehmen in vielen Fällen derzeit noch nicht die notwendige Aufmerksamkeit zukommen lassen.

 

Deshalb also eine eigene Veranstaltung in Österreich?

Riester: Genau. Gerade österreichische Hersteller können sich durch einen hohen Servicegrad und schnelle Reaktionszeiten von der Konkurrenz differenzieren. Projekte von Fraunhofer Austria zeigen jedoch, dass Ersatzteile und Serviceleistungen in einigen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus derzeit lediglich einen Umsatzanteil von weniger als zehn Prozent ausmachen. Gleichzeitig existieren Unternehmen mit einem Umsatzanteil von Ersatzeilen und Serviceleistungen über 50 Prozent. Es gibt somit noch viel Luft nach oben bei österreichischen Unternehmen.

 

Wo liegt der größte Verbesserungsbedarf bei Österreichs Ersatzteilwirtschaft?

Riester: Noch liegt die effiziente Bewirtschaftung von Ersatzteilen nicht im Fokus von Österreichs Unternehmen. Unsere Erfahrungen zeigen auch hier, dass teilweise Ersatzteilbestände in hohen sechsstelligen Bereichen und nicht selten im Millionenbereich in den Lägern liegen. Gerade bei Beziehern von Ersatzteilen sichert aber ein effizientes Ersatzteilmanagement nicht nur eine geringe Kapitalbindung sondern auch eine höhere Anlagenverfügbarkeit und geringere Verschrottungskosten. Mit der ETT soll daher eine dauerhafte Plattform geschaffen werden, welche die Relevanz dieser Themen betont. Die ETT schließt somit eine derzeitige Lücke in der österreichischen Landschaft der Industriefachveranstaltungen. 

© LiSEC

Der Stratege: Lisec Gruppe

„Ein erfolgreiches Ersatzteilmanagement ist für mich der Pulsschlag eines kundenorientierten Unternehmens.“ Sebastian Göttlinger, Head of Spare Parts Logistics LiSEC Gruppe

 

Ausgangslage vs Zielgeschäft: LiSEC begann vor zwei Jahren sein Ersatzteilgeschäft kräftig auszubauen und verzeichnete Tiefschläge wie Erfolge.

 

2013 steckte das Ersatzteilgeschäft bei Lisec noch in den Kinderschuhen. Bei einem Gesamtumsatz von mehr als 200 Millionen Euro, war das Ersatzteilgeschäft nur ein Beiwagen eines erfolgreichen Maschinenbauunternehmens, das auch heute noch Maßstäbe in der Branche setzt. Die Lisec Mission lautet: „Wir sind Marktführer dank zufriedener Kunden“. Zufriedene Kunden zu haben setzt, u.a., ein „State oft he Art“ Service- und Ersatzteilgeschäft voraus. Die Glasbranche entwickelt sich sehr schnell weiter. Wer sich nicht an den Kundenbedürfnissen ausrichtet, bleibt auf der Strecke. Die erfolgreiche Einführung eines Online Ersatzteil-Kataloges ist nur einer von vielen Faktoren für eine kundenorientierte Unternehmensausrichtung. Schmerzende Tiefschläge im Ausbau des Ersatzteilgeschäftes kommen vor allem durch hausgemachte Probleme bei Abläufen entlang der Supply Chain. Grund genug sich die Ärmel hochzukrempeln und an allen Ecken und Enden zu schrauben, denn Lisec hat nur ein Ziel: best in glass processing!

 

 

© Simon, Kucher und Partner

Der Preisversteher: Simon, Kucher & Partner

Wie Sie die richtigen Preise für Ihre Services und ihr After Sales Geschäft festlegen, erfahren Sie in dem Vortrag von Thomas Haller, Managing Partner des renommierten Beratungsunternehmens Simon, Kucher & Partners.

 

 „Das richtige Ersatzteilpricing kann wesentlich zu Ihrem Unternehmensgewinn beitragen.“ Thomas Haller, Managing Partner Simon, Kucher & Partner

© Sonja Bruggemann / Lufthansa Technik AG

Der Dienstleister: Lufthansa Technik Logistik Service

So wird just-in-time gemeistert: Die Luftfahrtindustrie stellt höchste Anforderungen an die Logistik. Viele Produktvarianten bei gleichzeitig schwankendem Produktionsvolumen verlangen nach maßgeschneiderten Lösungen. Als Logistikspezialist für die Luftfahrtindustrie betreibt diese hundertprozentige Tochter der Lufthansa Technik AG  25 Niederlassungen in 21 Ländern. Die kombinierte Nutzfläche aller 25 Standorte beläuft sich auf 69.000 Quadratmetern, wo rund 1.300 Mitarbeiter für eine High-End-Ersatztteillogistik sorgen. Das Erfolgsrezept dahinter verrät Thomas Schmidt, Director Component Logistics Lufthansa Technik Logistik Services.

© Archiv

Die Analysten: KMU Studie After Sales

After Sales Monitor: So machen Sie Ihre Service-Prozesse durch IT noch effizienter.

 

Vom Smartphone bis hin zum Tablet im Feldeinsatz: Diese brandneue KMU-Studie zeigt Ihnen, wie sich moderne Kommunikationstechnologien am Shopfloor einsetzen lassen. Welche schwarzen Datenschafe immer noch manuell erfasst werden und wo aktuell die Pläne der KMUs stehen, darüber berichten Professor Ben Marx, Leiter Industrial Applications Lab, Hochschule Esslingen und Professor Rainer Elste, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Hochschule Esslingen.

© KTM

Der Teilemeister: KTM 

Zum fünften Mal in Folge konnte KTM seinen Absatz 2015 steigern und neue Rekorde verbuchen. Erstmals knackten die Salzburger damit die Milliarden-Euro-Umsatzgrenze. Mit weltweit 180.801 verkauften Motorrädern der beiden Konzernmarken KTM und Husqvarna im Geschäftsjahr 2015 zeichnet sich schon die Dimension des Ersatzteilgeschäftes des österreichischen Traditionsbetriebes ab. Auf der ETT geben die Maschinenbauer erstmals exklusive Einblicke in die Leistungsfähigkeit ihres derzeitig weltweiten Ersatzteilnetzwerks. Mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen haben und welche speziellen Services KTM bietet, verrät Christian Waach, Vice President Parts, Garments & Accessories bei KTM

© Noah Kalina - GE Jenbacher

Der Visionär: GE Jenbacher

Service 4.0: So funktioniert die Digitalisierung im Service

 

Die Tiroler zeigen wie durch eine Kooperation mit Fraunhofer Austria eine innovative Software-Lösung für die schnelle und automatisierte Identifikation von benötigten Ersatzteilpaketen entwickelt wurde.

Wie mit der Vernetzung von Daten die Komplexität des Maschinen- und Anlagenbaus verringert und die Cycle Time von Kundenanfrage bis zur Auslieferung der Ersatzeile reduziert werden kann. Michael Förster, Leader Service Engineering Europe GE und Martin Riester, Gruppenleiter Logistikmanagement Fraunhofer Austria, geben einen Einblick in die Umsetzungsherausforderungen und die weiteren Potentiale, welche hinter dieser Lösung stehen.

© Airbus

Der Pionier: Airbus

3D-Druck im zivilen Flugzeugbau: Eine Fertigungsrevolution hebt ab. 

 

Im niedersächsischen Varel läutet die Airbus-Tochter Premium Aerotec eine neue Ära der Fertigung ein: Doppelwandige Treibstoffrohre aus Titan mittels 3D-Druck. Ist das nur der erste Schritt? Welche Teile folgen? Wo liegen die Limits? Und vor allem, wie reagieren die Zulieferer? Einen Einblick in die Zukunft des Flugzeugbaus und die Technik gibt Peter Pirklbauer, 3D-Druck-Stratege bei Airbus Operations in Hamburg.

© Siemens AG

Der Servicierer: Siemens

 „Eine erfolgreiche Ersatzteillogistik ist, wenn der Kunde aufgrund der excellenten Services wieder Neuprodukte kauft.“ Andreas Köberl, Head of Industry Customer Service Logistics

 

Von Abu Dhabi bis Österreich: So garantiert der Technologiekonzern höchste Verfügbarkeit von Ersatzteilen weltweit. 

 

Erleben Sie erstmals einen Einblick in die Distributionsstruktur, die Vernetzungsstrategie sowie das Messen von Servicegraden bei Siemens. Indem Siemens ihre Logistik intern und mit ihren Partnern optimal vernetzt, erspart sich der Konzern lange Lieferzeiten und erhöht die Verfügbarkeit beim Kunden. Bei der Vernetzung ist der Austausch von Informationen über den gesamten Prozess hinweg der entscheidende Faktor.