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70 Jahre Israel: Diese Start-ups müssen Sie kennen

Israel feiert heute die Staatsgründung vor 70 Jahren. Das Land hat sich rasant entwickelt und gilt heute als Silicon Wadi. Wir stellen Ihnen fünf spannende Start-ups und ihre Ideen vor.

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Israel wird oft auch als Silicon Wadi bezeichnet. 

Israel ist eine Gründernation. Mehr als 6.000 Start-ups kommen auf rund 8,5 Millionen Einwohner: Da können europäische Länder nicht mithalten und auch die USA tut sich schwer. Die Industrie reagiert darauf und siedelt sich in Tel Aviv an - die Autobauer um BWM und Audi oder die Chemieriesen wie BASF oder Merck. Auch Bosch und Siemens sind vor Ort. Sie halten Ausschau nach neuen Ideen. Vor allem Gründung aus dem IT-Sicherheitsbereich dominieren, denn das Militär gilt als Innovationslabor. Wir haben uns fünf zivile Unternehmen ausgesucht. 

Logdateien analysieren

Das erste Unternehmen wird von Lior Tal geführt. Der heutige CEO von Coralogix verkaufte seine zwei anderen Ausgründungen an IBM und McAfee. Coralogix wurde 2014 gegründet und setzt auf das machine learning.  Die Entwickler haben eine lernfähige Log-Analytik-Lösung für unüberschaubaren Logdaten. Open Source Code und Cloud Computing haben die Messlatte für kleine und mittlere Unternehmen gesenkt, um große Produktionsumgebungen für Millionen von Kunden zu schaffen. Aber mit dieser erstaunlichen Fähigkeit kam die Aufgabe, diese Produktionssysteme zu warten und die Daten, die sie aussenden, zu verwalten, schreibt Tal. Bis heute konzentrierten sich die Unternehmen im Log-Management-Markt auf die Indizierung und Visualisierung von Daten, aber das Problem, einfach zu viele Logs zu verwalten, blieb bestehen, so dass die Unternehmen nicht wussten, was sie suchen sollten, wo sie suchen sollten und vor allem, wann sie suchen sollten. Coralogix gruppiert automatisch Millionen von Log-Datensätzen zurück in ihre Muster und findet Verbindungen zwischen diesen Mustern, um die Basisströme jeder Software individuell zu bilden, so dass Unternehmen ihre Log-Daten in den Griff bekommen und ihre Produktionsprobleme proaktiv lösen können, versprechen die Entwickler. 

Big Data für Dienstreisen

Fairfly setzt auch auf Daten.  Ausgestattet mit proprietären Algorithmen untersucht FairFly Firmenflüge auf Einsparmöglichkeiten und bietet eine Lösung, die den bestehenden Buchungszyklus des Unternehmens ergänzt und Zeit und Geld spart, versprechen die Entwickler. Unter Berücksichtigung von Reiserichtlinien, Unternehmenstarifen und Stornogebühren der Fluggesellschaften stellt FairFly die zu jedem Zeitpunkt verfügbaren Optionen vor.  Allein in den USA könnten Unternehmen dank Big Data rund 19 Mrd. US-Dollar einsparen, heißt es in einer Pressenotiz. Die Flugpreise sind volatil und unberechenbar und ändern sich im Durchschnitt 92 Mal zwischen der Veröffentlichung eines Flugpreises und dem Abflug. Dennoch werden die Preise nach der Buchung nicht erneut überprüft, was dazu führt, dass Unternehmen Einsparmöglichkeiten verpassen und den Flugpreis überbezahlen.

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Drohnen für die Fabrik

Airobotics hat nach eigenen Angaben die erste unbemannte Drohnenlösung entwickelt. Airobotics bietet eine durchgängige, vollautomatische Lösung zur Erfassung von Daten aus der Luft an. Das Team von Airobotics vereint Expertise im Hardware-Design für die Luft- und Raumfahrt, robuste elektronische Systeme, führendes Software-Engineering und jahrelange Erfahrung im kommerziellen Drohnenbetrieb. Diese vielfältige Erfahrung hat es ihnen ermöglicht, eine Lösung zu entwickeln, die den Anforderungen der komplexesten Industrieumgebungen der Welt gerecht wird, hoffen die Investoren. Die Airobotics-Plattform besteht aus drei Teilen: Eine autonome Drohne, eine automatisch betriebene Basis und eine integrierte Software, die mit einem einfachen Knopfdruck Missionen ausführt. Mehr dazu im Video: 

https://www.youtube.com/watch?v=VwCGvUjO6ec

Rattenhirne für AI

Das vierte Unternehmen ist Cortica. Es wurde schon 2007 gegründet. Drei Forscher, die zu den Gründern von Cortica wurden,  kombinierten ihre Expertise aus in den Bereichen Neurowissenschaften, Elektrotechnik und Informatik, um sich in lebende Hirngewebe von Ratten zu hacken und digitale Bilder zu "kodieren". Heute kann die Technologie des Unternehmens erkennen, was auf Fotos zu sehen ist. Es kann Bilder in Echtzeit indizieren und taggen, so dass Benutzer, Inserenten und Publisher sie besser verstehen können. 

Cyberangriffe durch AI erkennen 

Deep Instinct hat ein neuronales Netzwerk mit Hunderten von Millionen von bösartigen Dateien trainiert. Das Ergebnis ist eine KI, die Zero-Day-Exploits erkennt, behaupten die Gründer. Die Lösung bietet einen umfassenden Schutz vor der Ausbreitung unbekannter Malware in Echtzeit über die Endpunkte, Server und mobilen Geräte eines Unternehmens hinweg. 

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